24 MÄRZ 20

Leben in der Corona-Zeit

Liebe Yoginis,
seit zweieinhalb Wochen ist alles anders. Zwar nicht nur für mich, dennoch ist mein gesamter Geschäftsablauf über den Haufen geworfen.
Eine email nach der anderen von Raumvermietern, alle Kurse "bis auf weiteres" abzusagen. Daher war ich bislang nur mit Absagen und Infos einholen beschäftigt. Die Yogakurse sind bis auf weiteres (zur Zeit heißt es bis zum 19.4.2020) eingestellt.

Hier danke ich Euch erstmal! Die meisten von Euch TeilnehmerInnen waren großartig, großherzig!

Und ich danke auch denjenigen, die mich auf Onlineunterricht ansprachen.
Hierzu ist mir dann einiges durch den Kopf gegangen.
Wodurch zeichnet sich meine Arbeit eigentlich aus? Ist das genaue Beobachten, mich reinfühlen, Haltungen korrigieren, erinnern an die entspannte Atmung, genau zu dem Zeitpunkt, an dem Ihr es vielleicht benötigt und auch gegebenenfalls gezielt Alternativübungen anbieten, nicht genau das, was mir und Euch meine Arbeit so wertvoll macht? Das ist auf jeden Fall im gemeinsamen Kursunterricht ein unschätzbarer Vorteil.
Wie Pilze schießen nun die Online-Kurse und webinare aus dem Boden. Wie ist deren Qualität? Ist es wirklich hilfreich, auch auf diesen Zug aufzuspringen und ebenfalls anzubieten? Jemand, der schon lange Yoga praktiziert, braucht sicher kaum Korrekturen - der braucht aber auch keine Online-Anregung ...
Ich habe beschlossen von einem Schnellschuß-Onlineunterricht erstmal Abstand zu nehmen.
Wie gesagt, danke ich aber trotzdem für die Anregung! Sollte ich meine Gedanken hierzu ändern, lasse ich es Euch wissen :)

"Entschleunigung" ist angesagt

Und das kann heißen: Diese Krise als Chance zu nutzen. Wir alle werden jetzt dazu eingeladen, anzuhalten, inne zu halten, um in uns zu blicken, zu entdecken, welche Wunder alleine nur da in uns geschehen.
Durchzuatmen und den Moment wahrnehmen.
Die sensationelle Zeit des Frühlingserwachens genießen, den Duft, die Farben, das Aufwachen der gesamten Natur wahrnehmen und beobachten zu können.

Und durch das "Anhalten" der gesamten Geschäftigkeiten wird zunehmend die Luft sauberer, Fische kommen sogar in die Häfen, Menschen verabreden sich auf ihren Balkonen, um gemeinsam zu musizieren, und, und und ... es passieren Dinge, mit denen vor einigen Tagen noch niemand gerechnet hätte ...

Ich wünsche Euch eine gesunde Zeit!
Habt Vertrauen in Euch selbst und in das Leben, das uns geschenkt wurde.

Namasté und OM shanti, Andi

 

PS: Für Fragen bin ich natürlich per E-Mail oder telefonisch gerne erreichbar!

 
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